Schätze
aus den Archiven

Notre-Dame du Cénacle

“Gott ist Güte”.

Die Güte Gottes offenbaren

Von Anfang an baute die Kongregation auf der Gewissheit auf, dass Gott gut ist. Pater Terme stellt diese göttliche Tugend in den Mittelpunkt des Werkes. In seinen “Regeln” erklärt er, dass es die “unendliche Güte des Heiligen Herzens Jesu” ist, von der die Früchte der Exerzitien erwartet werden können.

Diese Intuition wurde schnell klar: die Mission des Instituts ist nicht nur die Organisation von Exerzitien, sondern auch die Enthüllung des Antlitzes Gottes. Wie in den Konstitutionen von 1844 festgelegt, ist das Ziel, “die Seelen mit dem Reichtum der Barmherzigkeit des Herrn bekannt zu machen”. Schon Pater Terme selbst ermahnte seine Töchter, Gott aus diesem Blickwinkel zu betrachten. Er rief aus: “Wie gut ist Gott!” (Brief an Schwester Agnes, 21. Dezember 1830) und bat darum, “dass die Novizenmeisterin die Liebe, die Güte und die Demut Jesu inmitten seiner Apostel in ihren Novizinnen nachzeichnet” (Konstitutionen).

“Die Einheit mit Gott und das Vertrauen auf seine göttliche Güte, nichts zu tun außer in Gott, sich selbst zu misstrauen und alles von ihm zu erwarten, das ist ein gutes Mittel, aber es muss in die Praxis umgesetzt werden”.

Brief von Pater Terme an Sr. Agnes, 28. Juni 1828

Mutter Theresa: Der Aufstieg zur Güte

Mutter Thereses Spiritualität entwickelt sich im Laufe ihres Lebens, aber ihre Jahre in Montpellier (1860-1867) markieren eine intensive Fokussierung auf dieses Geheimnis. Gott ist nicht mehr nur der, dem wir vertrauen, sondern er wird zur Güte selbst.

Ihre Korrespondenz mit Mutter de Larochenégly zeugt von einer obsessiven Meditation, die von Jahr zu Jahr reifer wird:

  • 18Sie genießt den Frieden, den “unser Herr durch eine Wirkung seiner Güte” in ihr schafft (Brief vom 1. Januar 1918). 22. Januar).
  • En 1864In einem Brief vom 5. Oktober schrieb sie über “diese unendliche Güte, die nie müde wird, ihren armen Geschöpfen Gutes zu tun, ohne auf ihre Verdienste zu achten”.
  • Im Jahre 1865wurde ihre Vision absolut. Sie definiert Gott durch seine Essenz: “Gott ist gut, ja, er ist mehr als gut, er ist die Wahrheit. GüteIch will das nicht vergessen” (Brief vom 5. Juni).

Die strahlende Offenbarung von 1866

Dieser innere Weg erreichte am 10. August 1866 seinen Höhepunkt. An diesem Tag hatte Mutter Therese eine entscheidende mystische Erfahrung: die Vision des Wortes “Güte” ließ sie die unendliche Tiefe des Wortes begreifen. Sie vertraute Mutter de Larochenégly an, dass es “das Wort Güte war, das ich schon lange wiederholt hatte”. Dieser Text wurde zu einem der Eckpfeiler der Spiritualität der Kongregation.

Dieses Dokument enthält den vollständigen Text des Briefes von Mutter Teresa, zusammen mit historischen Erläuterungen, um die Bedeutung des Briefes zu verstehen.